Historisches über Lappnäs

Das Hauptgebäude wurde 1928 als Kinderheim erbaut und vom damaligen Regierungspräsidenten Abraham Unger eingeweiht. Anwesend war auch die Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöf.

Dieses Heim wurde 1927-1928 von Sunnes Kinderkolonievereinigung erbaut mit Hilfe reichhaltiger Spenden der Auswanderer aus dem Frykental in Amerika, welche hiermit einen Gedenkstein Ihrer Liebe zur alten Heimat legten.

Diese Worte kann man auf einer Steintafel an der Wand des Speisesaals auf Lappnäs lesen. Und so fing alles an – mit großer Liebe und Fürsorge von der Neuen zur Alten Welt. Doch schließlich kam das Ende der Institution und seit 1975 ist Lappnäs das private Heim der Familie Asker. Unsere Gäste verbringen ihre Zeit in gemütlichem heimeligen Ambiente. 

Lappnäs liegt in einer kulturellen Hochburg. Im märchenhaften Sunne im Frykental - Und wer kann diese Region besser beschreiben als Selma Lagerlöf? Im ersten Kapitel der Gösta Berlings Sage liest es sich wie folgt:

Der See hat seine Quelle weit oben im Norden, und es ist ein herrliches Land für einen See. Wald und Berge hören nie auf, Wasser für ihn zu sammeln, Ströme und Bäche stürzen sich das ganze Jahr über in ihn. Er hat feinen weißen Sand, um sich darauf auszustrecken, Landzungen und Inselchen, die sich in ihm spiegeln und sich betrachten, Neck und Seejungfer haben dort freien Spielraum, und dieser erwächst sich hastig größer und schöner. Dort oben im Norden ist er fröhlich und freundlich:
Man muss ihn nur an einem Sommermorgen sehen, wenn er frisch erwacht unter einem Nebelschleier liegt, um festzustellen, wie munter er ist. Eine Weile neckisch, dann kriecht er langsam, langsam aus seiner leichten Verhüllung hervor, so bezaubernd schön, dass man ihn knapp wieder erkennt, doch dann wirft er mit einem Ruck die ganze Hülle ab und liegt dort bloß und nackt und glitzert rosig im Morgenlicht. (…)
Doch alle, drei, der lange See, die reiche Ebene und die blauen Berge bilden die schönste Landschaft und tun es immer noch, ebenso kräftig sind die Menschen dort bis heute, mutig und äußerst begabt. Inzwischen gibt es eine große Weiterentwicklung sowohl im Wohlstand als auch in der Bildung. Möge es ihnen wohl ergehen da oben am langen See und den blauen Bergen!

Auf Wikipedia kann man folgendes lesen:

Auf einer Reise entlang des Fryken von Sunne nach Torsby erblickte Astrid Lindgren eines Wintertages 1972 eine
fantastische Morgendämmerung, die ihr den Impuls gab, über ein Land in weiter Ferne zu schreiben: "Es war ein so fantastischer Morgen mit rosa Licht über dem See, ja es war so überirdisch schön, und da bekam ich plötzlich einen so starken Eindruck, eine Art Vision von der Morgendämmerung des Menschengeschlechts, und ich spürte, wie etwas in mir entzündet wurde. Daraus kann man vielleicht etwas machen, dachte ich." Das Resultat waren die Brüder Löwenherz. Ob es das war, was passierte, wissen wir nicht, aber die Natur im oberen Frykental stimmt überein mit der Umgebung in Die Brüder Löwenherz.